Workshop/Planungswerkstatt: Wie soll der Tel-Aviv-Platz aussehen? Kommt eine Durchgangsstraße?

Lang genug erwartet wurde sie ja, am 10.11. fand sie dann endlich statt, die Planungswerkstatt oder der Ideen-Workshop zum Tel-Aviv-Platz, die recht emotional startete, da die anwesenden Anwohner*innen erst einmal ihren Unmut über eine geplante Durchgangsstraße loswerden mußten.

Die gute Nachricht zuerst, laut Stadtplanung & -erschließung und den
beteiligten Ausführenden ist im Bebauungsplan zwar ein Verkehrsweg vorgesehen, der aber nicht zwingend durchgängig geöffnet sein muß, es ist dort keine Durchgangsstraße notwendig. Letztlich ist es eine Entscheidung der Politik, zuerst des Ortsbeirates 1, ob es ein durchgängiger oder geschlossener Verkehrsweg/feuerwehrtauglich befestigster Fahrweg sein soll.

Es müssen die Zuwege für die Feuerwehr und die Andienung des Pavillons in der Mitte des Platzes gewährleistet sein, sonst ist kein PKW/LKW-Verkehr notwendig. Laut einstimmigem Wunsch der Planungswerkstatt soll es keine durchgängige Straße sein, dies soll über versenkbare Poller gewährleistet werden, wie sie z.B. an der Zeil angebracht sind. Die vom Projektentwickler am Pavillon angedachten Parkplätze mit ihrer notwendigen Verkehrszuführung wurden einhellig abgelehnt.

Auch an die Kinder soll gedacht werden: Die Anregung des Kinderbüros und der Kinderbeauftragten für einen aufgemalten „Verkehrsübungsplatz“ für Kinder auf der Fahrwegefläche wurde positiv aufgenommen. Weitere markierte Bereiche und Flächen für Kinder wurden gewünscht, von Hüpfkästchen und Boden-Trampolinen über die Verkehrsübungsfläche bis hin zu einer Bobby-Car-Rennstrecke.

Mein Hinweis auf die angrenzenden oder naheliegenden Kinder-Einrichtungen, wie Kitas und die bald enstehende Neue Grundschule, und der damit verbundenen Kinderwege und -aufenthalte, neben derer anwohnender Kinder oder der aus dem Europapark und Spielplätzen kommender, wurde ebenso positiv aufgegriffen und soll berücksichtigt werden.

Ein wichtiger Punkt ist die Radwegeführung, denn es werden vier Radwege über den Tel-Aviv-Platz geführt. Hierfür gab es viele gute Vorschläge, die ein möglichst gedeihliches Nebeneinander von Fußgängern und Radfahrenden ermöglichen sollen. In jedem Fall sollten Radfahrer*innen den Platz mit erhöhter Aufmerksamkeit queren.

Weiterhin wurde von der Planungswerkstatt ein wöchentlicher Markt gewünscht, der werktags zu arbeitnehmerfreundlichen Zeiten oder am Samstag sattfinden sollte, sowie kommunikative und evtl. flexible öffentliche Sitzgelegenheiten ohne Konsumzwang. Nicht vergessen werden sollte dabei eine ausreichende Beschattung.
Die Gastronomie am Platz wurde sehr begrüßt, sollte aber in ihren Außenbereichen nicht ausufernd sein.
Der Grünanteil sollte erhöht werden, z.B. um die Bäume herum, nicht aber durch Rasenflächen o.ä..
Es sollte einen guten Übergang zum Urban-Gardening-Bereich des GallusGartens an der Schneidhainer Straße geben, wie ausreichend Fahrrad-Stellplätze.
Der Bodenbelag sollte optisch variant sein und ein öffentlicher WLAN-Hotspot wäre schön.
Ein bodengleiches Düsen-Wasserspiel wurde zwar einstimmig gewünscht, dürfte aber wegen der Unterhaltskosten abgelehnt werden.

# Zum Zeitplan:
Der Tel-Aviv-Platz soll bis Ende 2017/Anfang 2018 fertiggestellt sein, wurde uns zumindest von den Planern vor Ort an diesem Termin in Aussicht gestellt.

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